Auf dem Weg zur ersten historischen Ausgrabungsstätte auf unserem Tagesausflug erzählte unser Reiseleiter, dass die Menschen im Gebiet von Paphos überall, wo sie bauen und dafür ausheben, auf alte Bauten stossen. Da die Ortsverwaltung stets einen Baustopp verfügte um die Ausgrabungen zu untersuchen, sind die Einheimischen mit der Zeit dazu übergegangen nachts zu bauen. Um vorwärts zu kommen und einfach niemanden wissen zu lassen, ob und was gefunden wurde.

Scheinbar wurden auf Zpyern auch häufig Teile der gefundenen alten Bauten gleich für einen Neubau verwendet, z.B. runde Stücke, die von Säulen stammen, wurden in die neuen Wände eingearbeitet. Was den Grund hat, dass es sonst überwiegend Kalksandstein zum Bauen gab/gibt, der Marmor der alten Bauten aber wertvoller, härter und beständiger ist.

Bei unserem ersten Stopp – Teile der historischen Stadt Kourion – strömten erst einmal alle aus dem Bus…

… und verteilten sich zunächst mittig unter der großen Überdachung, die Gold wert war gegen die Stärke der Vormittagssonne.

Während der Reiseleiter viele Details zu dem Gesehenen erzählte, sah ich das historische Leben und die Gestalten förmlich vor mir. Aber nur weniges davon blieb in meinem Geist wirklich haften.

Es war dieses und zwei weitere Becken, die meine Aufmerksamkeit erregten (sie gehörten zur Badeanlage des Hauses von Eustolios), als er sagte, hier war ein heißer Raum…

… hier kühleres Wasser zum herunter Kühlen …

… und schließlich noch ein kaltes Tauchbecken, …

… während dann im größeren Raum rund um die Mosaiken gesessen und erzählt wurde oder Verhandlungen geführt und Geschäfte gemacht.

Die Ausgrabungen waren Teile der antiken Stadt, wovon wir Details zu sehen bekamen und uns vorstellen konnten, wie die früheren Menschen hier lebten.

Links unter dem Geröll befindet sich ein weiteres Mosaik. Ich weiß aber nicht mehr genau, warum es abgedeckt ist. Wahrscheinlich muss es erst gesäubert und soweit möglich instand gesetzt werden.

Zu gern hätte ich schon einen Blick drunter geworfen 😉

Und nun das Kourion Amphitheater, das bis heute für Veranstaltungen im Betrieb ist, auch Pavarotti u.a. sind hier schon aufgetreten.

Eine Öffnung an der untersten Treppe: Früher kamen hier u.a. die Gladiatoren heraus:

Eine Besondersheit dieses Amphitheaters: Es gibt im Rondell ganz unten mittig einen markierten Punkt, ungefähr an der Stelle, wo auf dem Foto in der Mitte die Frau mit dem blauen Hut geht. Wenn man genau auf diesem Punkt steht und ein Geräusch macht, redet oder in die Hände klatscht, was auch immer, hört man diesen Ton in Stereo zurück schlagen.

Wir wurden eingeladen es auszuprobieren und zunächst konnte ich es nicht recht glauben, dass da was besonderes ist, weil ich ganz knapp neben dem Punkt stand. Jemand sagte „genau drauf“ und als ich es dort nochmal versuchte, hörte ich es auch. Tatsächlich erstaunlich!

Immer wenn unser Reiseführer fertig war mit seinen ausführlichen Informationen, bekamen wir Zeit zum selbst Erkunden und Fotografieren und es hieß: Um diese Zeit treffen wir uns wieder im Bus.

Nächster Halt war dann der Aphrodite Felsen…

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