Sonntag 24. Juni 2018

Nach den „Königsgräbern“ parkte unser Bus am Hafen Paphos, von wo auch nach dem Mittagessen noch eine Führung im Haus von Dionysos aus dem 3. Jh. mit seinen Fußbodenmosaiken vorgesehen war; der Eingang lag direkt neben dem Busparkplatz. Wir sollten 1 1/2 Std. Zeit zum Essen haben. Die halbe Stunde zog der Reiseleiter von einer der Führungen ab. Das mochten wir ihm und uns gönnen.

Er empfahl mit ihm zu kommen. Er gehe immer in das gleiche Restaurant am Hafen, das er nur empfehlen könne und bisher wären auch alle Besucher zufrieden gewesen.

Nun, wir hatten keinen Herdentrieb und entfernten uns von der Gruppe, schlenderten eigenständig durch das kurze Stück „Fußgängerzone“ bis zum Kastell / Festung. Die „Türsteher“ links und rechts, von denen jeder auf seine Art so viele Gäste wie möglich in genau sein Restaurant bekommen wollte, stressten uns, weswegen wir erst einmal alle hinter uns ließen.

Hier war früher das Einfahrtsportal, durch das die Schiffe in den Hafen von Paphos rein kamen. Jetzt sind lediglich noch verwitterte Reste davon zu sehen:

Das Kastell, das im Laufe seiner Geschichte u.a. als Festung, Gefängnis und Salzlager genutzt wurde:

Wir versuchten uns darüber klar zu werden, welche Bedürfnisse wir in Bezug auf Essen haben und gingen nochmal zurück Richtung Parkplatz…

… an allen Restaurants und Läden vorbei – es war das gleiche Spießrutenlaufen noch einmal.

Ich guckte mir an einem der Stände einen Sonnenhut an und musste die Verkäuferin wieder loswerden, die mir nun unbedingt einen verkaufen wollte. Und auch alle anderen „Eintreiber“ waren sofort wieder präsent und wollten uns ins Gespräch verwickeln und versprachen, was auch immer wir gerne zu uns nehmen würden, sie würden uns an den passenden Ort bringen. Wir wollten ganz in Ruhe selbst aussuchen.

Und landeten letztlich im ersten Restaurant beim Eingang vom Parkplatz her, fanden dort im Schatten einen luftigen und etwas ruhigen Platz, wo wir Kaffee, Eis, Getränke, Obst und Sandwiches zu uns nahmen und endlich etwas rasteten.

Von der folgenden Führung war ich sicher auch Fotos gemacht zu haben, es lassen sich aber keine finden. Entweder war ich so erschöpft, dass ich ohne Fotografieren mitlief, oder sie gingen mir verloren, ich bin tatsächlich nicht sicher und die Erinnerung an die Details verblasst relativ rasch.

Es war ein großes Grundstück mit einem zentralen Bau in der Mitte, zu dem wir durch die Nachmittagshitze zu laufen hatten. Dort drin gab es diverse Räume mit Fußbodenmosaiken, die vor allem viele Szenen und Figuren aus der griechischen Mythologie zeigten und unser Reiseleiter wusste eine Menge von den Göttern und Helden zu erzählen.

Wir waren froh, als wir auch damit fertig waren, im vorgekühlten Bus noch etwas zu trinken kaufen konnten und die Rückreise antraten.

Durch weite Landschaften, vorbei an Städten, auf die Autobahn, bis wir in umgekehrter Reihenfolge wieder alle Gäste an ihren Hotels abluden.

Sacred Temple of St. Arseniou Kappadokou And Pesiou Agioretou:

Alte Baumstümpfe im Garten einer Hotelanlage:

Ausgrabungsstätte, auf die wir bei der Hinfahrt bereits aufmerksam gemacht wurden:

Kaputt gingen wir auf unsere Zimmer, uns kurz ausruhen und frisch machen, bevor wir noch zum Abendessen los gingen.

Wir saßen in einem Restaurant, dessen Terrasse an einer Seite mit halbhohen Glaswänden von dem dahinter liegenden Grün getrennt war. Hinter dieser Glaswand liefen Katzen hin und her und guckten neugierig auf die Tische, was es da geben mochte. Als eine der Katzen in einem Durchgang zur Terrasse saß und mit schmalem Gesichtchen herein schaute, strecke sich meine Tochter, die mit dem Rücken dazu saß, gerade ausgiebig in ihrem Stuhl und hob dazu die Arme in die Höhe. Das Köpfchen der Katze bewegte sich mit ihren Armen nach oben und wieder nach unten, ich musste lachen. Als ich es ihr erzählte, guckte sie nach der Katze und wiederholte ihre Armbewegung. Die Katze folgte wieder mit dem Blick wie hypnotisiert nach oben und unten, das war sehr lustig.

Es hätte noch einige interessante Ausflüge zur Besichtigung von Zypern gegeben, die mich interessiert hätten. Aber für eine Woche Aufenthalt war dieser lange Ausflug einfach ausreichend. Vielleicht gibt es irgendwann einen neuen Besuch dorthin, um noch mehr zu sehen.

Was mir für einen letzten Beitrag noch übrig bleibt zu zeigen sind Pflanzen und Blüten, die um unser Hotel herum wuchsen.

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