Na sowas… In diesen Tagen sind viele von diesen Wanzen am Balkon und an den Fenstern und scheinen eine Überwinterungsmöglichkeit zu suchen, z.B. unter den Bodenbrettern des Balkons.

Da ich bisher nur grüne Wanzen kannte, hab ich mal gesucht und heraus gefunden, dass es sich um die Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze – Leptoglossus occidentalis – handelt (bei Wikipedia).

Durch Verschleppung und eigene Ausbreitung hat die Art ihr Areal in Nordamerika seit Mitte der 1950er Jahre bis an die Ostküste der USA ausgedehnt, wiederum durch Einschleppung wurde die Art 1999 erstmals in Europa nachgewiesen und hat sich seitdem … über weite Teile Europas ausgebreitet.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Art umfasst den Westen Nordamerikas westlich der Rocky Mountains von der kanadischen Provinz British Columbia bis Mexiko. Vermutlich durch Verschleppung wurde die Art 1956 erstmals weit östlich der Rocky Mountains im Bundesstaat Iowa festgestellt, von dort aus breitete sie sich schnell aus und erreichte 1990 im Bundesstaat New York die Ostküste der USA.

In Europa wurde die Amerikanische Kiefernwanze zuerst 1999 in Norditalien gemeldet. Wie die Art von Nordamerika dorthin gelangte, ist nicht bekannt; als mögliche Einschleppungswege gelten Importe von Weihnachtsbäumen, Saatgut oder Baumaterial. Durch eigene Ausbreitung und weitere unbeabsichtigte Einschleppungen hat sie sich seitdem über weite Teile Europas ausgebreitet. Unter anderem erreichte die Art die Schweiz 2002, Slowenien und Spanien 2003, Kroatien und Ungarn 2004, Österreich 2005, Frankreich und Deutschland 2006, Tschechien, Polen, Belgien und Großbritannien 2007, die Slowakei und Bulgarien 2008, Dänemark und Norwegen 2009, Ukraine 2011. Außerdem wurde L. occidentalis 2008 in Tokio nachgewiesen.

Die Art gilt in den USA außerdem durch den gelegentlich massenhaften herbstlichen Einflug in Wohnungen und Häuser als „Lästling“, die Tiere sind jedoch völlig harmlos.

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