Mit dem Posten der Urlaubsfotos komme ich nicht voran, aber ich finde es nicht schlimm. Der Tag hat 24 Std., ich arbeite, die Tage werden kürzer, die zur Verfügung stehende Zeit scheint weniger zu werden. Diese Wahrnehmung ist normal, wenn man in den Alltag zurück kommt.

Und so nutze ich die Tage zur Zeit mehr dazu, sie mit Leben von innen heraus zu füllen. Und wenn es – wie gestern Abend – das Säubern des vom Räuchern von Harz verklebten Metallnetzes ist, indem ich über einer Kerzenflamme die Reste abgebrannt und den Ruß immer wieder entfernt habe, um danach auf das wieder freie Netz mit Freude Salbei aufzulegen, mich an dem Duft und der Stimmung zu freuen, die das im Zimmer und in meinem Innern ergibt.

Trotz dieser dunkler werdenden Jahreszeit bewegt sich in meinem Leben einiges merklich und still. Herzerwärmendes geschieht. Freudige Aussichten auf Neues sind da.

Ende November gehe ich voraussichtlich für eine Woche, mindestens aber drei Tage, zu einem Workshop in die Nähe von Frankfurt, um die Methode der Innenweltreisen zum Zweck der Selbstheilung kennen zu lernen. Ich bin sehr gespannt.

Und während ich heute meinen Feedly nach neu aufgelaufenen Posts der Blogs, denen ich folge, durchsuchte, gelangte ich zu Hans-Jürgen und diesem Foto: A Frame Per Day – 31st film – frame 07/28

Hans-Jürgen hat seit ein paar Wochen die Kommentarfunktion abgestellt und das hat Gründe. Nichtsdestotrotz genieße ich seine Fotos. Und dieses oben verlinkte mag ich wegen seiner puren Struktur.

Es hat mich sogleich an eines erinnert, das ich auf Korfu gemacht habe. Wir hatten eine Wanderung zum Timoni Beach gemacht und letztendlich saß ich dort auf einem großen Baumstamm in einer kleinen Bucht und fotografierte u.a. dessen Holzstruktur, die mich den Moment kosten ließ.

Ich saß da, weil mein Knie schmerzte und mein Mann noch ein kleines Stück weiter gegangen war. Als er zurück war setzte sich ein Ehepaar aus Deutschland zu uns auf den Baumstamm, das wir unterwegs überholt hatten – die Frau hatte ein relativ frisches neues Hüftgelenk und war den Weg mit Unterstützung von Krücken gegangen, was ich bewunderte. Es ergab sich ein erfrischendes Gespräch.

Das sind meine heutigen Korfu-Erinnerungen, anlässlich des Fotos von Hans-Jürgen.

Ich wünsche euch eine freudige Woche und kuschlige Herbstzeit.

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