Trotz meines Umzugs zum 1. Mai wollte ich zum Geburtstag meines Sohnes im Mai in München sein. Ich plante diesmal einfach nur für drei Übernachtungen.

So verließ ich vergangenen Sonntag Vormittag unser neues Heim und nahm wie gewohnt den Fernbus / Flixbus ab Zürich und kam nach einer ruhigen angenehmen Express-Fahrt (3 3/4 Std.) überpünktlich um 15.41 Uhr in München am ZOB an.

Die Besonderheit meines diesmaligen Aufenthaltes war, dass die Wohnbaugenossenschaft, innerhalb derer meine beiden Kinder ihre Wohnungen haben (und ich früher auch gewohnt hatte), inzwischen eine Gästewohnung für Mitglieder und ihre Angehörigen / Freunde zur Verfügung stellt, die ich online gebucht hatte. Sie kostet 49.- € pro Nacht, auf Wunsch plus Wäschepaket (Bettwäsche/Handtücher) 20.- € und plus 50.- € Endreinigung, unabhängig von der Aufenthaltsdauer.

Es handelt sich um eine Art Ladenwohnung, d.h. man geht ebenerdig von der Straße aus hinein. Ich hatte per Email einen Zugangscode für das Tastenfeld erhalten. Alles klappte, die Tür sprang auf.

Und ich war geflasht von der sorgfältig eingerichteten, modernen und sauberen Wohnung, die mir für die kommenden drei Nächte Herberge sein würde, drehte gleich die Heizungen auf, damit es warm wurde, denn es war regnerisch und kühl.

Der Eingangsbereich mit Esstisch und kleiner Küche:

Übrigens direkt gegenüber meiner alten Wohnung:

Ein eigenartiges Gefühl. „Heimkommen in der Vergangenheit“ – sowas in der Art? Vertraut und doch in einer anderen Welt. In dem Fall sogar wie einer besseren, vor allem aber aktualisierten Version der Vergangenheit.

Also weiter gehts, neben der Küche die Treppe hinauf…

Geradeaus geht es ins Kinderzimmer, wo natürlich auch Erwachsene schlafen könnten.

Dann geht es den Flur entlang nach hinten…

Im Schrank befinden sich Klappstühle, falls man zum Essen mehr als zwei braucht, aber auch ein Staubsauger, falls nötig. Rechts ein mannshoher Spiegel.

Links neben dem Hocker ist die Ausgangstüre ins Treppenhaus und von dort zu den Müllräumen im Hof; rechts vor dem Spiegel geht es ins Schlafzimmer mit Kleiderschrank, Frisier- / Schreibtisch.

Ein 180er Boxspring-Bett, das sehr bequem und trotzdem rückenfreundlich unterstützend war, ein TV (den ich nie nützte).

Rechts wäre noch ein weiteres Ausziehbett für eine weitere Person. Wenn mehr als zwei Erwachsene und zwei Kinder die Whg. nutzen, ist Aufpreis zu bezahlen.

Und jetzt noch die tolle Dusche, die sich direkt vor dem Schlafzimmer befindet.

Sie hat einen großen Rainshower-Kopf sowie eine Handbrause und ich hab es sehr genossen hier zu duschen.

Funktionell und modern, trotzdem heimelig. Die Whg. wurde mit guten Ideen sehr schön ausgestattet, so dass alles da ist, was man zum Übernachten und sich Aufhalten braucht. Man kann auf Wunsch Frühstücken und Kochen; Lebensmittelläden sind fußläufig vorhanden. Es gibt eine Geschirrspülmaschine und man wird gebeten, vor Abreise das Geschirr zu spülen, den Küchenbereich sauber und aufgeräumt zu hinterlassen und den angefallenen Müll zu entsorgen, andernfalls die erforderlichen Arbeiten separat verrechnet werden müssten. Die U-Bahn ist in ein paar Minuten zu erreichen, zum Hauptbahnhof sind es zwei Stationen.

Ich komme sehr gerne wieder.

Wenn man bedenkt, dass man einen Tag zum Ankommen braucht, ging die Zeit schnell vorbei. Aber trotzdem haben wir einander gesehen und Zeit verbracht.

Da mein Sohn am Dienstag Abend einen Freund aus USA begrüßte, der mit unerwarteter Verspätung (wegen Zwischenlandung in Kanada, ein Passagier hatte ernsthafte gesundheitliche Probleme, danach hätte er den Anschlussflug in London gerade noch so bekommen, aber wegen eines Problems des Passagier-Transports innerhalb des Flughafens kam er verspätet an und die Maschine war gerade abgefertigt, man ließ ihn nicht mehr zusteigen) angekommen war, konnten wir am Mittwoch Vormittag gemeinsam Brunchen, so dass ich ihn noch kennen lernte.

Deswegen habe ich einen späteren Bus zurück genommen, um nicht in Zeitnot zu kommen. Leider war zu dieser Zeit kein Expressbus zu bekommen, so bin ich mal wieder über den Bodensee geschippert und nutzte die Zeit, um beim Bloggen ein bisschen Lesen und Kommentieren nachzuholen, denn der Fernbus hat W-Lan an Bord.

Da der Bus wieder äußerst pünktlich war, hätte ich um 21.00 Uhr daheim sein können. Jedoch der Zug von Zürich nach Aarau blieb in Lenzburg wegen eines Lokschadens hängen, ich musste das Gleis wechseln usw. Es wurde also 21.30 Uhr, bis ich endlich daheim war. Eine lange Fahrt, wenn man bedenkt, dass ich gegen 14.40 Uhr in München weg gegangen war.

So brauchte ich den Donnerstag noch zum hier wieder Ankommen.

Gestern haben wir am Balkon gepflanzt und freuen uns schon auf die ersten Sprösslinge 🙂
Heute hat mein Mann mein Bett gerettet, aber das ist ein anderes Thema.

Ich wünsch euch eine gute neue Woche!

Werbeanzeigen