Robert hat das Thema hier aufgeworfen und gefragt: Wie sollte die Welt eurer Meinung nach aussehen?

Es ist manchmal leicht, manchmal auch einfach aus Resignation heraus gesagt: Dies läuft falsch, jenes ist nicht gut, es müsste anders sein, es gibt einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten, das ist eh nicht lösbar, aber man sollte… usw.
Aber wenn wir es mal anders herum und aktiv betrachten: Wie würde meine Welt denn tatsächlich aussehen, wenn ich sie mir wünschen könnte?

Dies als Blogparade in den Raum zu werfen ist eine spannende Idee.

Wahrscheinlich bin ich nicht gerade ein Fantasie-Held. Manchmal bin ich einfach froh, wenn ich das bewältige, wie sich mir das Leben darstellt. Aber ich möchte versuchen die Welt zu beschreiben, in der ich gerne leben würde…

Julius Silver • Wien/Österreich • pixabay.com

Kinder werden nur empfangen, wenn ein Mann und eine Frau sich das wünschen. Ansonsten können sie Sex haben, wie sie möchten, ohne dass Kinder daraus entspringen. Gleichgeschlechtliche Liebespaare können ebenso Kinder empfangen, wenn beide Partner sich das wünschen. Es spielt keine Rolle, ob jemand männlich oder weiblich oder etwas anderes ist. Jeder ist ein gleichwertiger wichtiger Teil der menschlichen Gesellschaft. Sex funktioniert, wenn zwei einander das Herz öffnen. Niemand ist von einem sexuellen Trieb gesteuert. Niemand leidet, wenn er keinen Sex hat.

Menschen leben in Gruppen zusammen, die sich ansiedeln wo sie möchten und sich Behausungen bauen, in denen sie sich geborgen und beschützt fühlen und sich erholen können, wenn ihnen danach ist. Jeder kann sich die Gruppe aussuchen, mit der er leben möchte und wo er hinpasst. Wenn eine Gruppe findet, einer passt nicht (mehr) dazu, zieht er weiter und sucht sich eine passendere.

ramboldheiner / Heiner • Switzerland • pixabay.com

Wenn ein Kind geboren wird, wird es von der ganzen Gruppe, innerhalb derer es empfangen wird, willkommen geheißen, indem ein passendes Ritual gemacht wird, z.B. wo jeder in der Gruppe auf einem Zettel aufschreibt, was er diesem Kind in seinem Leben wünscht und diesen Zettel in einen Behälter wirft. Alle Wünsche werden schließlich vorgelesen und es wird ein Freudenfest gefeiert. Jeder in der Gruppe ist Ansprechpartner. Das Kind kann von jedem lernen und alle sind für es da, auch wenn die direkten Eltern die nahesten Bezugspersonen bleiben, die es liebevoll begleiten.

Andreas Wohlfahrt • Bayreuth/Deutschland • pixabay.com

Bessi / Besi • Podujevë/Kosovo • pixabay.com

Alle in der Gruppe unterstützen einander, so wie sie können.

Inactive account – ID 5540867 – pixabay.com

Jeder kann der Tätigkeit nachgehen, die ihn am meisten erfüllt. So dass es automatisch Landwirte, Schreiner, Köche, Gärtner, Musiker usw. gibt. Was in der Gruppe gebraucht wird, wird dort hergestellt, man dient einander mit den jeweiligen Gaben und Fähigkeiten, das ist Ehrensache und selbstverständlich.

Free-Photos • English • pixabay.com

Es gibt kein Geld und niemand ist gezwungen etwas zu machen, das seinem Naturell widerspricht, das ihm keine Freude bereitet oder ihn überfordert. Es wird nie mehr produziert oder hergestellt, als benötigt wird.

Wenn jemand gerne reist und sich umsieht, kann er sich in anderen Gruppen nützliche Fähigkeiten aneignen, die er dann anwenden kann, wo er gerne möchte oder in seine ursprüngliche Gruppe mitbringt.

Kinder werden in Schulen unterrichtet, wo zusammen gespielt, gelacht, gesungen und eben gelernt wird und zwar das, was sie lernen möchten. Darüber hinaus lernen sie aber auch innerhalb der Gruppe alles, worauf es ankommt und was sie für ihr Leben brauchen können und gerne lernen möchten.

Man besucht einander, isst oder musiziert zusammen, so wie jeder mag. Man darf sich zurückziehen oder kann mit anderen sein, ganz nach Bedürfnis und Vorliebe.

Es gibt Fortbewegungsmittel, die mittels Gedankenkraft funktionieren und das Leben insgesamt wird völlig in Einheit und mit dem Rhythmus der Natur gelebt. D.h. es gibt keine Materialien, die nicht mehr abbaubar sind oder in irgendeiner Weise den natürlichen Kreisläufen im Wege stehen.

Die Erde in ihrer Schönheit wird als Geschenk betrachtet, das es zu bewahren gilt und die niemandem gehört. Niemand kann sich Grund aneignen, jeder ist Gast und benimmt sich auch so. Dennoch hat jeder genug Platz und Raum das auszuleben, was ihm Freude bereitet, das zu pflanzen oder bauen was er möchte.

Grenzen sind dort, wo die Freiheit anderer gefährdet, beschnitten oder übertreten wird. Handlungen, mit denen anderen oder der Natur geschadet würde, werden von dem jeweiligen Menschen unmittelbar ebenso schmerzhaft oder schädigend empfunden, d.h. man kann nichts Schädigendes tun, ohne es unmittelbar am eigenen Leib zu verspüren. Das ist ein Naturgesetz. Einen anderen zu töten würde bedeuten, sich gleichzeitig selbst zu töten.

Alles was man denken kann, kann auch materialisiert werden. Aber das, was in die natürlichen Kreisläufe eingreifen würde oder sich in irgendeiner Weise schädigend auswirken würde, fällt danach unmittelbar wieder in sich zusammen, hat also keinen Bestand.

Titelbild: Ausschnitt aus einem Foto von Michelle Maria • TAMPA/United States • pixabay.com

Werbeanzeigen