Heute vor einer Woche – der Abend bevor die Hitzeperiode nach und nach in sich zusammenbrach.

Gestern Morgen die ersten aus den Seitentälern aufsteigenden Dunstwolken, nachdem die Temperatur nachts jetzt unter 15 Grad fällt.

Die Urlaubsvertretungs-Zeit für mein Chef-Ehepaar geht morgen nach einem letzten Nachmittag im Laden zu Ende.

Im Moment lese ich als Ausgleich Eva Luna von Isabel Allende. Meine Kollegin und Freundin brachte mich auf diese Autorin, die u.a. den Stoff für „Das Geisterhaus“ schrieb. Mit diesem Film konnte ich nie soviel anfangen, aber davon abgesehen mag ich ihre Art zu schreiben sehr.

Und wir haben dieser Tage unseren Urlaub geplant. Wir werden für 7 Nächte in einem schönen Hotel im Allgäu sein, das ich mehr vom Hörensagen kenne. Das Hotel hat Sauna und Wellnessbereich, aber es gibt auch entsprechende Thermen ringsum. Ein bisschen unterwegs sein, die schöne Gegend genießen, ein wenig Wandern, von allem etwas. Anfang September wird es soweit sein.

Heute mein 8jähriges bei WP.

Und mein 7jähriges in der Schweiz, genau am Schweizer Nationalfeiertag 1. August.

Heute besuchten wir erstmals die von der Gemeinde anberaumte Feier dazu. Es waren am Schulareal lange Tische und Bänke aufgestellt und mit Blumen geschmückt. Die Mitglieder des Damenturnvereins waren fleißig am Herrichten gewesen.

Ab 10.30 Uhr konnte man sich am Stand mit Kleinigkeiten versorgen; für die Kinder waren ringsum Spielgeräte vorhanden.

Um 11.00 Uhr begann die erste Rede des Bürgermeisters. Mir gefiel, dass er sagte „wir feiern nicht uns, sondern den Bund“. Und mir gefiel, dass er sagte, die Tatsache, dass es heute sehr vielen Menschen in der Schweiz sehr gut geht, ist nicht nur allein unserer Arbeit zu verdanken, auch der Lage der Schweiz und anderen Faktoren.

Als er die ihm folgende Rednerin einführte, sagte er, gerade weil wir ein Wahljahr haben, habe man sich überlegt dieses Jahr keinen Politiker als Festredner einzuladen. Eine sympathische Entscheidung.

Die sprechende Frau ist Präsidentin der Spitex Suhrental Plus, die die regionale ambulante Krankenpflege, Psychiatrie und Palliative Care organisiert. Sie erzählte vom Dorf und ihren Erfahrungen von der Kindheit über ihre Zeit als Gemeinderätin bis heute.

Als zwei von vier Strophen der Schweizer Nationalhymne im Stehen gesungen waren – ich las den Text auf den vorbereiteten Blättern mit – war es dann soweit, das Mittagessen konnte geholt werden. Es war lecker und es gab auch ein Kuchenbuffet.

Später gäbe es oben auf dem Hügel ein traditionelles 1. August Höhenfeuer und ein Abendessen. Da letztes Jahr wegen des heißen Sommers, der Trockenheit und damit der Feuergefahr für die umliegenden Wälder das Feuer ausfiel, stand das vorbereitete Holz immer noch da. Inzwischen haben sich jedoch viele Tiere dort eingenistet. Aus Rücksicht darauf hat man im Vorfeld der Feier das Holz umgeschichtet, damit die Tiere das Weite suchen konnten und nicht verbrannt werden.

Trotz der beiden Hitzeperioden dieses Jahr und der Wasserknappheit im Suhrental, wozu auch Hirschthal gehört, ist es wegen des Regens der vergangenen Woche möglich das Feuer dort heute trotzdem zu entzünden. Allerdings sind am traditionellen Ort für das Feuerwerk noch keine Feuerwerkskörper zugelassen, die Brandgefahr wird noch als zu hoch dafür eingeschätzt.

Dennoch gab es bereits gestern Abend bis in die Nacht hinein und auch den ganzen Tag über ringsum Knallerei und eine Stimmung wie an Silvester.

Nach dem Mittagessen und Kuchen haben wir daheim den arbeitsfreien Tag ausklingen lassen und genossen, einfach mal wieder bissl Zeit für sich haben.

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