Bevor ich das Auto kaufte, war die Überlegung, welche Art mobil zu sein für mich am meisten Sinn macht.

Der Akku meines E-Bikes war ja durch und ich habs verkauft. Roller / Motorrad hätten mich einerseits gereizt selbst zu fahren, aber mit 59 damit beginnen… Ohne jegliche Erfahrung in jungen Jahren, auf die man aufbauen könnte… Schnupper-Kurse wurden in Erwägung gezogen… Letztlich wurde klar, dass ich am liebsten Auto fahre und zwar eins, das ich auch schön finde. Und davon am meisten habe, weil bei jedem Wetter nutzbar und nicht nur in einer bestimmten Jahreszeit. Und dass ich gerne mal mit dem Motorrad mitfahre, denn das hab ich schon in jüngeren Jahren häufiger gemacht.

Klar wär es cool gewesen, wenn man mal zusammen mit dem Motorrad eine Tour machen könnte, aber der Aufwand / die Kosten im Verhältnis zum Nutzen würden es zu einem so teuren Hobby machen, dass es einfach unangemessen für meine Verhältnisse wäre.

Diesen Frühling hat sich mein Mann ein neues Motorrad zugelegt, das den Bedürfnissen des jetzigen Alters am besten entspricht, eine Honda „Halbenduro“. Zunächst war er am liebsten allein damit unterwegs. Einfach mal weg und raus…

Am Freitag vor einer Woche, am 13. Sept., machten wir das erste Mal eine gemeinsame Ausfahrt drauf. Zuerst schnell in ein Nachbardorf, um zu testen, ob es grundsätzlich geht. Da dies der Fall war, wurde ein größerer Ausflug draus, am Hallwiler- und Baldeggersee entlang. Dort liegt Retschwil mit einem sehr schönen beliebten Ausflugslokal, wo wir bei einem Getränk Pause machten und ich die Gelegenheit für ein paar Fotos nutzte. Es waren zwar alle Tische auf der großen Terrasse fürs Mittagessen reserviert, aber wir waren gegen 11.15 Uhr da und versprachen bis 12.00 Uhr bereits wieder weg zu sein.

Es war ein warmer sonniger Tag und der letzte Werktag meines Urlaubs. Die Gelegenheit war also günstig.
Die Fotos mit dem Smartphone sind nicht so toll in der Qualität, geben aber einen kleinen Eindruck wider.

Über Beromünster ging es zurück. Wir kamen das Ruedertal herunter, das oben noch weit ist und dann immer enger wird und nach Schöftland einmündet, das Nachbardorf unseres Wohnortes.

Es war ein so schöner Tag, wie gemacht für so eine Ausfahrt. Ich habs genossen. Es hat erfrischt und belebt.

Mein Mann hatte befürchtet, dass es für den Beifahrer auf dem Rücksitz nicht sehr bequem ist auf diesem Motorrad. Das empfand ich aber gar nicht so. Ich saß sehr gut drauf, hatte links und rechts vom Sitz noch Bügel zum Festhalten. Eine Hand um meinen Mann, eine am Bügel, so fühlte ich mich sicher.

Auf eine Weise war es ein würdiger Abschluss für zwei Wochen Herbsturlaub.