(Für das Beitragsbild wurde ein Foto verwendet von Charles Rondeau auf Pixabay)

Im Sommer 2016 hatte ich ein Erlebnis, das letztens im Gespräch mit der Frau, die meinen Geldbeutel gefunden hatte, nochmal aus der Erinnerung auftauchte und in meinem Bewusstsein einen neuen Platz einnahm.

Ich zitiere mich selbst, wie ich das Erlebnis im oben verlinkten Beitrag beschrieben hatte, zumindest von den äußeren Rahmenbedingungen her:

Ein Gewitter in der Nacht vorher hatte zu bedecktem Himmel geführt. Trotzdem war die Luft lau und die Hitze der vorangegangenen Tage noch so präsent, dass ich mich auf die Bewegung im kühlen Nass freute, auch wenn es etwas Überwindung brauchte.

Ich war überrascht, wie sauber und gepflegt die Anlage und das Becken wirkten und wegen des Wetters waren sehr wenige Leute da, welch ein Glücksfall!

Während ich meine Bahnen schwamm, kam unerwartet die Sonne raus und wärmte mich sanft. Es fühlte sich paradiesisch an: Ausreichend Platz zum Schwimmen, Stille, richtige Wassertemperatur und die zart wärmende Sonne.

(Bild von Daniel Perrig auf Pixabay)

Tatsache war, dass ich mich absolut eins gefühlt hatte mit allem: Dem Himmel und seinen Wolken, dem Wasser, der Sonne, die durch Reflexion des Wassers so wunderbare Muster auf dem Schwimmbadboden entstehen ließ (im verlinkten Beitrag hatte ich Fotos vom Freibad hoch geladen). Ich war ganz bei mir und fühlte mich rundum glücklich und aufgehoben im Universum.

Damals erzählte ich weiter:

Die Krönung war, dass mich eine Frau freundlich fragte, ob sie mich ansprechen dürfe. Ich bejahte und sie teilte mir diskret und doch direkt eine Wahrnehmung über mich mit, die mich in diesem Moment so im Zentrum berührte, dass ich tief beeindruckt zurück blieb. Die gleichen Worte wären unter anderen Umständen oder zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht an mir vorbei gegangen. Aber in diesem Moment stimmte alles.

Nun, als ich das Becken betreten hatte, befand sich nur eine Frau mit Kind im Becken, zwischen denen es nicht sonderlich harmonisch zugegangen war. Aber das hatte mich nicht gekümmert, ich hielt den größtmöglichen Abstand zu ihnen und begann meine Bahnen zu schwimmen.

Die Frau, die mich angesprochen hatte, war ein wenig später gekommen, hatte mich und die beiden anderen Personen beobachtet und dann ebenfalls begonnen zu schwimmen. Sie war sehr aufmerksam gewesen, das war mir aufgefallen.

Ich weiß heute die genauen Worte der Frau nicht mehr, aber sinngemäß sagte sie mir, dass ich etwas ausstrahle, das ringsum wahrnehmbar war und dass dies – aus ihrer Wahrnehmung – der Grund dafür gewesen sei, warum die Frau mit Kind das Becken verlassen hatten. Dass es aber ein Segen sei dies spüren zu dürfen und es ihr gut getan hätte, so etwas in der Art.

Ich hatte geglaubt, dass sich das was ich fühlte ausschließlich in meinem Inneren abgespielt hatte, aber offensichtlich – das wurde mir erst jetzt so richtig bewusst – war es auch für die mit mir im Becken befindlichen Menschen fühlbar gewesen.

Ich hatte mich damals – relativ verdattert – bei ihr bedankt. Ihre Worte hatten meine Wahrnehmung von tiefem Frieden, Glück, Harmonie und Einssein mit allem verstärkt. Irgend etwas nicht Alltägliches war vor sich gegangen und dieses Gefühl begleitete mich den Rest jenes Tages.

Als ich mich jetzt mit der neuen Bekannten im Café über Energiearbeit unterhalten hatte, fiel mir dieses Ereignis plötzlich wieder ein. Und mir wurde klar, dass an jenem Tag starke Energien am Wirken waren, die nicht nur für mich spürbar waren. Und dass ich dies im Nachhinein wie eine Art Initiation wahrnehme, auch wenn ich danach die nächsten Hürden anzugehen hatte, bevor es in meinem Leben geordneter und ruhiger werden konnte und ich Raum fühlte für das erneute Beschäftigen mit Energiearbeit.

Heute Morgen nach dem Aufwachen hatte ich die Theorie in Zusammenhang mit der Uhrzeit auf Displays 11:11 im Sinn. Vor vielen Jahren hatte ich gelesen, sie stünde im Zusammenhang mit Toröffnungen und dem Einströmen bestimmter Energien auf die Erde. Bei einem solchen Toröffnungs-Ritual (am 11.11.2011?) war ich einmal dabei und die Energie, die ich durch die erhobenen Hände einströmen spürte war so stark, dass ich es nicht ausgehalten und mich auf den Boden gesetzt hatte.

Heute las ich noch einmal nach, was ich dazu finden konnte. Es war lediglich die Info, dass wenn man häufig diese Zahl auf Displays sieht, es wie eine Erinnerung an das eigene Unbewusste wäre, dass man dabei sei zu erwachen. Wie auch immer…

Das Ereignis im Schwimmbad war am 25.6.2016 und es tauchte in meinem Bewusstsein beim Gespräch am Valentinstag noch einmal auf, dem 14.2.2020. Beide Daten ergeben in der Quersumme 11. Ein Numerologe hätte vielleicht seine Freude dran.

Das alles beschäftigt mich heute noch in einem anderen Zusammenhang…

Die Frau damals im Schwimmbad hatte zum Abschluss gesagt: „Gottes Segen wünsche ich Ihnen.“ Ich hatte mich dafür bedankt, aber alles was mit Christen und überhaupt Religionen und Gott zu tun hat, wenn es entsprechend ausgedrückt wurde, empfand ich als etwas stark Unangenehmes, das ich abwehren musste, auch wenn ich mich bemühte dies nicht zu zeigen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. In dem Thema war ich verschlossen dadurch, dass ich bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen war und mir alle anderen Religionen als falsche Religionen beigebracht worden waren, die Gott angeblich missfallen. Und seitdem mich diese Gemeinschaft ausgeschlossen hatte und ich im Namen der Religion von heute auf morgen mein gesamtes Umfeld verloren hatte. Das war für mich nicht lösbar. Was ja nicht heißt, dass ich nicht an höhere Mächte und an Göttliches glaubte.

Als ich vor ein paar Wochen bei meiner Supervisorin für Energiearbeit war und sie mir von einer Heilung eines Tinnitus erzählt hatte, die sie an einem früheren Kollegen innerhalb ihrer Kirche hatte bewirken dürfen – und sie sagte sie seien in der neuapostolischen Kirche – war das eine Riesen-Herausforderung für mich, über die ich ihr gegenüber aber nicht sprach. Es war wie ein Schock und ich fragte mich, was ich bei ihr überhaupt mache. Ich war relativ aufgewühlt, als ich mich dann hinlegte zur Energiebehandlung. Jedoch an diesem Tag spürte ich die Energie besonders stark und ausschließlich positiv, so dass ich mich rasch beruhigte und das, was in meinem Kopf nicht zusammen gehen wollte (Kirche und Energiearbeit sowie Heilung) erst einmal beiseite legte. Im Kopf konnte ich das nicht lösen.

Nun hörte ich ja von der Frau im Café, dass sie ursprünglich über eine Klosterfrau zur Energiearbeit gekommen war, die pendelte und heilte. Ich ließ es in mir wirken…

Im regionalen Anzeiger, der jeden Donnerstag kostenlos im Briefkasten liegt, war letzte Woche auf der letzten Seite ein Hinweis auf drei aufeinanderfolgende Heilabende in der Aula einer Schule in meiner Region. Der Referent war ursprünglich drogensüchtig und hatte eines Tages eine Art Gotteserfahrung und eigene Heilung und erkannte schließlich seinen Auftrag zu heilen. Bei jedem dieser Abende werden Menschen geheilt. Auch das SRF hatte schon über diesen Mann berichtet. Siehe Heil und Heilung.

Spontan hatte ich Lust hin zu gehen; die Abende sind nächste Woche Dienstag bis Donnerstag. Aber mein Herz sperrte sich noch und so legte ich den Anzeiger zum Altpapier.

Bis ich ihn dieser Tage wieder heraus holte, mir noch einmal das Video auf der Website anschaute und mein Herz dafür öffnete, dass ich dort hingehen könnte. Um zu spüren… was ich dort spüre.

Die Grenzen, die ich diesbezüglich in mir trug, weichen sich auf, beginnen zu zerfließen. Und es tut mir gut. Ich muss nicht mehr trennen. Es gibt hier und dort das Wahre und Echte sowie das Unaufrichtige und Unechte. Mit dem Herzen ist es fühlbar. Spielt es eine Rolle wie es genannt wird? Ich glaube nein.