Innenweltsurfen®, seit 2011 umbenannt in Psychobionik (zum Namen später mehr), ursprünglich Synergetik (nach Hermann Haken), ist in Deutschland von Bernd Joschko (geb. Schmidt), ursprünglich Physik-Ing. und ehem. BKA-Mitarbeiter, innerhalb der letzten 35 Jahre (stetig weiter-) entwickelt worden.

Beim Bundeskriminalamt (BKA) lernte er das Profiling kennen, was später in seine Methode mit einfloss. Er sollte die Videoüberwachungstechnik mit entwickeln. Nachdem diese aber auch benutzt wurde, um Demos und friedliche Aktivitäten zu überwachen, stieg er 1982 aus. Das von ihm (illegal) kopierte Material übergab er dem Spiegel. Es gab einen Artikel im Sinne „Orwell Überwachung“ und einen Prozess.

Das Haus in Roßbach, Gem. Bischoffen, hatte Bernd Joschko mit seinem Vater gebaut. Er beschloss, ein Seminarzentrum daraus zu machen und es für Gruppen zu vermieten. Er selbst war zu der Zeit bei Osho.
In diesem Seminarzentrum trafen sich diverseste Selbsterfahrungsgruppen, von Ufo-Beobachtern über Tantra-Praktizierende, Reiki Meister bis Rebirthing Gruppen und andere. Bernd Joschko beobachtete und hatte irgendwann die Idee für eine eigene Therapiemethode. Er begann zu experimentieren, ohne zu wissen, wohin die Reise geht.

Es begann mit Phantasiereisen, bei denen der Anfang positiv vorgegeben und dann frei gelassen wurde. Es tauchten Schatten auf und die Erkenntnis: Kranke haben andere Bilder als Gesunde. Das war auffällig. Es stellte sich die Frage: Wie in Interaktion treten mit den Bildern? Kann man sie verändern? So wurde spielerisch ausprobiert ob es geht und was davon nachhaltig ist. Was sich als nicht nachhaltig erwies, wurde aussortiert.

Bernd Joschko traf an der Uni Gießen Hermann Haken und ging in dessen Vorträge über Synergetik (Systemwissenschaft = die Lehre vom Zusammenwirken von Elementen gleich welcher Art, die innerhalb eines komplexen dynamischen Systems miteinander in Wechselwirkung treten). Ein System besteht aus verschiedenen Teilen, die auf sinnvolle Weise zusammenwirken und zusammen mehr sind als die Einzelteile.

Was sind die Gemeinsamkeiten und Gesetzmäßigkeiten von Systemen? Und wie entwickelt sich ein System weiter? Wie funktionieren dynamische Systeme? Das Gehirn ist ein System, auch die Psyche.

Beim frei Laufenlassen der Sessions entstand manchmal Chaos. Wenn heftige Sachen auftauchten, ging es den Menschen nachher besser. Sie waren nachher auf einem neuen Level, was sich z.B. durch plötzliches Lachen ausdrückte.

So wurde beobachtet, wenn ein dynamisches System in Störung / Schwierigkeiten gerät, entsteht zunächst Chaos. Es erreicht aber, wenn man es lässt, eine neue Ordnung und Stabilität.

Ein Beispiel ist das Immunsystem in Verbindung mit Viren. Es lernt dazu, ist nachher fitter als vorher (in der Regel ist das so, es gibt auch Ausnahmen).

Diese Erkenntnisse wurden auf die Psyche übertragen. Man gab Energie hinein, z.B. Geräusche, hat also bewusst provoziert und beobachtet was passiert. Es erschien als positiv, wenn etwas in Bewegung geriet und über Chaos in einen neuen Ordnungszustand geriet. So wurde die Methode nach und nach weiter entwickelt.

Es kamen Menschen mit Krankheit und suchten den Grund dafür. Erstmals 1999 wurde Brustkrebs nach wenigen Sessions aufgelöst. Bernd Joschko wollte die Gesetzmäßigkeit dazu herausfinden.

Über einen Zeitraum von 16 Jahren hinweg haben sich insgesamt 45 Richter in Deutschland mit der Methode (noch Synergetik) befasst. Das letzte Urteil erfolgte 2016. Die Gerichtsurteile bewerten die Methode als Heilmethode, als Konfrontative Psychotherapie. In Deutschland darf man sie ohne Heilpraktiker-Schein anwenden, allerdings keine Heilung versprechen und auch nicht von Behandlung sprechen. Die Verantwortung bleibt bei der Person, die es ausprobieren möchte. Man bearbeitet nicht die Krankheit, sondern die Hintergründe. Rechtlich gesehen darf man sagen es handle sich um eine Psychotherapie, aber man darf sich nicht als Psychotherapeut bezeichnen (der Begriff ist geschützt). Mit HP-Schein darf man Heilung anbieten und dabei die Psychobionik verwenden.

Nach meinem aktuellen Wissensstand ist es in der Schweiz frei, was man anbieten möchte, solange es Leute gibt, die es ausprobieren möchten und dafür selbst bezahlen.
Selbstverständlich wäre ich auch hier nicht so vermessen Heilung zu versprechen oder mich großtönend als Heiler zu präsentieren – und dabei geht es nicht in erster Linie um die Rechtslage, sondern um gesunden Menschenverstand und das Bewusstsein um die eigenen Grenzen.

Die Grundidee ist, mit der Methode sich selbst heilen zu können, indem man seine inneren Bilder/Speicherungen verändert, aus denen unsere Realität stetig neu kreiert wird. Sich dabei begleiten zu lassen finde ich schon recht komfortabel und eine erfahrene Begleitung, die nicht projiziert und mir mein Tempo und meine Art dabei lässt, ist ein Segen. Aber die Verantwortung sollte stets bei demjenigen bleiben, der Verbesserung für sich sucht. Und darum sollte auch die Deutung von auftauchenden Symbolen letztendlich bei dieser Person liegen, auch wenn vom Coach natürlich passende Ideen und Impulse beigetragen werden können.

Von der individuellen Qualität der Verbindung einer Person zur eigenen Innenwelt hängt es ab, wie gut die Methode funktioniert.

Wenn man mit Kranken arbeiten möchte, ist es wichtig das Profiling zu erlernen, um präzise Muster aufdecken zu können.

Wieso die Namensgebung PSYCHOBIONIK?
In der BIONIK stecken die Begriffe BIOLOGIE und TECHNIK. Die Bionik beschäftigt sich mit dem Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik. Ein bekanntes Beispiel aus der Geschichte dafür ist Leonardo da Vincis Idee, den Vogelflug auf Flugmaschinen zu übertragen.

Bernd Joschko übertrug Beobachtungen von Selbstorganisationsprozessen innerhalb von Systemen auf die Psyche und kreierte so die Psychobionik.

So wie ich es verstehe, betrachtet er diese Methode als seinen Beitrag zum Freiwerden derjenigen Menschen, die diesen Weg gehen möchten. Und ich verstehe es so, dass ein Arbeiten mit den inneren Bildern die neuronalen Netze neu konfiguriert, wodurch man wirklich viel verändern und erreichen kann.
Für mich ein Geschenk, dass ich von der Methode hörte und beginnen konnte sie kennen zu lernen und erste Erfahrungen damit zu machen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 7.12.18 aktualisiert

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